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Die Cup-Viertelfinals

Oan Djorkaeff, mitte, von Kriens  im Spiel gegen Vincent Sasso, rechts, von Servette beim Schweizer Fussball Cup 1/4 Final zwischen dem SC Kriens und dem Servette FC vom Mittwoch, 14. April 2021 in Kriens. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Kriens kämpft 120 Minuten, doch am Ende reicht es nicht zur Überraschung. Bild: keystone

St. Gallen steht im Cup-Halbfinale – Servette verhindert die Sensation

St. Gallens frühe Traumtore reichen zum Sieg gegen GC. Servette muss zittern, setzt sich am Ende dank eines Eigentors in der Verlängerung trotzdem durch.



GC – St. Gallen 1:2

Der FC St. Gallen deckt die Grenzen des Challenge-League-Leaders Grasshoppers auf. Die überlegenen Ostschweizer gewinnen den Cup-Viertelfinal im Letzigrund dank zwei frühen Toren 2:1.

Görtlers Traumtor bringt St. Gallen früh in Führung. Video: SRF

Nach dem 4:1-Triumph im Achtelfinal gegen den designierten Meister Young Boys sagte St. Gallens Schlüsselspieler Lukas Görtler: «Den Fehler, den wir jetzt nicht machen dürfen, ist, das Riesen-Erlebnis vom Match gegen YB jetzt gegen GC einfach so wegzuschmeissen.»

Görtler und alle seine Mitspieler hielten sich an das Vorgenommene. Sie siegten in Zürich, ohne das Weiterkommen jemals gefährdet zu sehen. Das Tor der Hoppers mit einem Kopfball des eingewechselten Leo Bonatini fiel wenige Sekunden vor dem Abpfiff in der 93. Minute.

Victor Ruiz legt wenig später nach. Video: SRF

Ein Traumtor, schier eine «Traum-Kiste» von Lukas Görtler persönlich nach fünf Minuten lenkte früh alles in die Bahnen. Der Deutsche traf von ausserhalb des Strafraums mit einer unglaublich wuchtigen Vollrist-Direktabnahme ins Lattenkreuz. Wenig später traf Victor Ruiz im Rückwärtsfallen aus ähnlicher Position.

Der Blitzstart kam St. Gallens Trainer Peter Zeidler perfekt entgegen. Seine Spieler mussten in der Folge nicht mit Volldampf spielen. In der zweiten Halbzeit steckten sie zurück, möglicherweise die körperliche und mentale Müdigkeit nach den beiden Spielen gegen YB spürend. Die Grasshoppers dominierten dadurch in der zweiten Hälfte, ohne jedoch in die Nähe einer Wende zu kommen.

Die Grasshoppers kamen in der ersten Halbzeit zu zwei recht guten Chancen, obwohl sie die Dominanz und die Mehrzahl der Chancen den St. Gallern überlassen mussten. In der zweiten Halbzeit war es eher umgekehrt. Die Zürcher hatten mehr vom Spiel, aber zu weiteren nennenswerten Möglichkeiten kamen sie kaum noch.

Die Zusammenfassung des Spiels GC gegen St. Gallen. Video: SRF

Peter Zeidler (St. Gallen)

«Wir haben in den ersten zwanzig Minuten stark gespielt und zum Glück zwei tolle Tore geschossen. Danach gelang uns das 3:0 nicht und gegen ein Team, das spielerisch so gut ist, ist das gefährlich. Ich war froh, dass das 2:1 erst in der letzten Minute kam.»

Basil Stillhart (St. Gallen)

«Wir waren in der zweiten Halbzeit zu passiv, doch in einem Cupspiel muss man einfach weiterkommen. In der ersten Halbzeit ist es uns gelungen, sie unter Druck zu setzen und das hat am Ende den Ausschlag gegeben.»

Dominik Schmid (GC)

«Die Enttäuschung ist gross. Wir wollten zeigen, dass auch gegen einen Super-Ligist etwas möglich ist und gerade in der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass mehr drin gelegen wäre. Wir waren zu wenig effizient, das hat St. Gallen besser gemacht.»

St. Gallens Lukas Goertler jubelt zum 1:0 Tor im Schweizer Fussball Cup Viertelfinal zwischen dem Grasshopper Club Zuerich und dem FC St. Gallen 1879 im Stadion Letzigrund in Zuerich am Mittwoch, 14. April 2021. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

St. Gallen jubelt früh zweimal und kann den Vorsprung über die Zeit bringen. Bild: keystone

Grasshoppers - St. Gallen 1:2 (0:2)
SR San.
Tore: 5. Görtler (Guillemenot) 0:1. 18. Ruiz (Adamu) 0:2. 93. Bonatini (Ronan) 1:2.
Grasshoppers: Matic; Arigoni, Cvetkovic (46. Toti), Nobrega, Fehr; Da Silva, Santos (69. Santos), Schmid, Acheffay (69. Pusic); Ponde (64. Demhasaj); Ribeiro (64. Bonatini).
St. Gallen: Ati-Zigi; Cabral, Fazliji, Stergiou, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (82. Youan); Stillhart; Adamu (82. Staubli), Guillemenot (69. Duah).
Bemerkungen: Grasshoppers ohne Buur, Nadjack, Morandi und Mesonero (alle verletzt). St. Gallen ohne Kräuchi, Letard, Abaz und Traorè (alle verletzt).
Verwarnungen: 51. Acheffay (Foul), 56. Quintilla (Foul), 60. Fazliji (Foul), 65. Cabral (Foul), 79. Arigoni (Ballwegschlagen).

SC Kriens – Servette FC 2:3 n.V.

Mit viel Mühe und noch mehr Not erreicht Servette, der Zweite der Super League, auswärts gegen Kriens, den Vorletzten der Challenge League, die Halbfinals im Schweizer Cup. Servette siegt 3:2 nach Verlängerung.

Die Genfer gerieten zweimal in Rückstand, glichen zweimal aus und hatten in der Verlängerung den längerem Atem. Ein Eigentor in der 107. Minute bescherte ihnen den Sieg.

Servettes Trainer Alain Geiger beliess seinen mit Abstand besten Goalgetter Grejohn Kyei 83 Minuten auf der Bank. Nach der Einwechselung benötigte der Franzose nur 38 Sekunden, um mit einem Abstauber das 2:2 zu erzielen.

Mistrafovic bringt den Underdog in Führung. Video: SRF

In dieser Cupsaison haben sich schon vier Superligisten von Unterklassigen dominieren und ausschalten lassen: Zürich von Chiasso, Basel von Winterthur, Lausanne-Sport von den Grasshoppers und Sion von Aarau. Dominieren liessen sich auch die Servettiens in der Innerschweiz - aber eben nicht ausschalten.

Servettes Cognat gleicht mit einem schönen Schuss aus. Video: SRF

Die Zusammenfassung des Spiels Kriens gegen Servette. Video: SRF

Tatsächlich hatte die wackere Mannschaft von Trainer Bruno Berner nach dem 1:0 Möglichkeiten zuhauf, um den Vorsprung deutlich auszubauen. Servette benötigte für seine zwei Tore in der regulären Spielzeit nicht einmal eine Handvoll Chancen. Manche werden sagen, es sei auf die Effizienz, die Abgeklärtheit des Grossen zurückzuführen. Nichtsdestoweniger benötigte Servette viel Glück, um eine Runde weiterzukommen.

In einer einzigen Szene hatten auch die Krienser Glück. Der eingewechselte Mark Marleku schlug seinem Gegenspieler in der 72. Minute den Ellbogen ins Gesicht. Er kam mit einer Verwarnung davon. Wäre im Schweizer Cup der VAR im Einsatz, hätte er den Platz wieder verlassen müssen. In der Verlängerung hätte Marleku ein weiteres Mal mit Rot vom Platz gehört, und zwar nach einer gemeingefährlichen Attacke gegen Goalie Jérémy Frick. Marleku hätte Frick schwer verletzen können.

In der Verlängerung macht ein Eigentor den Unterschied. Video: SRF

Kriens - Servette 2:3 (2:2, 1:0) n.V.
SR Hänni.
Tore: 24. Mistrafovic (Mulaj) 1:0. 67. Cognat (Stevanovic) 1:1. 78. Sessolo (Ulrich) 2:1. 85. Kyei (Stevanovic) 2:2. 107. Urtic (Eigentor) 2:3.
Kriens: Brügger; Urtic, Alessandrini (84. Berisha), Kryeziu, Fernandes; Follonier (59. Ulrich), Mistrafovic, Selasi (109. Maloku), Mulaj (74. Busset); Sessolo (84. Bürgisser), Djorkaeff (46. Marleku).
Servette: Frick; Sauthier (57. Diallo), Rouiller, Sasso (83. Kyei), Wieland (46. Vouilloz); Ondoua; Cognat, Imeri (46. Ricardo Alves); Stevanovic, Koné (114. Holcbecher), Schalk (77. Fofana).
Bemerkungen: Kriens ohne Kukeli, Aliu, Luan und Yesilcayir (alle verletzt). Servette ohne Clichy, Antunes und Henchoz (beide verletzt).
Verwarnungen: 30. Mistrafovic (Foul), 65. Ulrich (Foul), 72. Marleku (Foul). 75. Busset (Schwalbe), 121. Urtic (Foul).
(nih/sda)

Die Spieler von Servette feiern das 2:3 in der Verlaengerung beim Schweizer Fussball Cup 1/4 Final zwischen dem SC Kriens und dem Servette FC vom Mittwoch, 14. April 2021 in Kriens. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Die Genfer bejubeln den Siegtreffer in der Verlängerung. Bild: keystone

Die Halbfinalpaarungen

Mit Servette und St. Gallen stehen alle Halbfinalisten fest. Die Halbfinalpaarungen wurden im Anschluss an die Spiele ausgelost.
Servette FC – FC St. Gallen
FC Aarau – FC Luzern​

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Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup

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Das sind die grössten Sensationen im Schweizer Cup
quelle: keystone / georgios kefalas
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Sie imitieren die grossen Stars – diese Tiere haben zu oft Fussball geschaut

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